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Creatin - allgemeine Informationen

Creatin ist ein offiziell legales Sportnahrungsmittel zur Leistungssteigerung und Muskelaufbau für Sportler. Man kann sagen, dass Creatin als Aufbaumittel von Athleten für praktisch alle Sportarten angewendet wird und somit sehr wahrscheinlich auch schon an einigen olympischen Goldmedaillen beteiligt war. Creatin empfiehlt sich deshalb auch für gut trainierte Freizeitsportler, die oft an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähighigkeit kommen.  Hierbei macht sich nicht nur der Leistungssteigernde Effekt von Creatin bezahlt, sondern auch die deutlich verbesserte bzw. verkürzte Erholungszeit des Körpers.

 

Creatin – Anwendung im Alltag

Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass nicht nur Athleten und Leistungssportler von Creatin-Einnahme profitieren können, sondern auch Menschen, die in Beruf und Alltag unter physischem und psychischem Leistungsdruck stehen. Insbesondere Vegetarier und ältere Menschen mit chronisch niedrigem natürlichen Creatinspiegel profitieren hier überproportional. Des Weiteren wird Creatin erfolgreich zur schnelleren Erholung nach längerer Bettlägerigkeit  mit einhergehendem Muskelschwund eingesetzt. 

Auf Grund vieler positiven Berichte kann man annehmen, dass Creatin  auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns, sowie die Koordination von Bewegungen verbessern kann. Gleichzeitig wird sehr wahrscheinlich auch die Stresstoleranz erhöht.  Viele Menschen, die Creatin einnehmen, berichten weiterhin, dass sie sich durch Creatin-Einnahme auch psychisch schneller und besser erholen und weniger Schlaf benötigen.

 

Well aging - gesundes Altern

Creatin wird nachgesagt, dass es eine positive Wirkung auf den menschlichen Alterungsprozess haben könnte. Bei Tierversuchen z.B. wurden Indizien dafür gesammelt, dass Creatin Zellen vor neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson oder der Erbkrankheit Chorea Huntington schützen kann. Die Wissenschaftler Dr. Andreas Bender und Dr. Thomas Klopstock von der neurologischen Klinik der Universität München haben in der online Ausgabe des Fachmagazins „Neurobiology of Aging“ gezeigt, dass die Einnahme von Kreatin bei Mäusen zu einer Lebensverlängerung von neun Prozent führt.

Viele Tierversuche der letzten Jahre haben die schützende Wirkung von Creatin auf Nervenzellen untersucht und z.T bestätigt. Neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson beruhen auf ähnlichen biologischen Mechanismen wie der Alterungsprozess. Aus diesem Grund wurde die Wirkung von Creatin auf den Alterungsprozess untersucht. In Tests wurde z.B. Mäusen, die unter exakt den gleichen Lebensumständen lebten, Creatin als Nahrungsergänzungsmittel zugefüttert. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe zeigte sich, dass die Mäuse, die Creatin zugefüttert bekamen, im Durchschnitt 9% länger lebten, als Tiere ohne Creatin Supplementierung. Außerdem wurde festgestellt, dass die creatinigefütterten Tiere die anderen in Punkto Muskelkraft und Gedächtnisleisung deutlich überragten.

Das biochemische Resultat der Creatinzufuhr war, dass sich eine geringere Menge des Alterspigments Lipofuszin im Gehirn ablagerte und auch freie Sauerstoffradikale reduziert wurden. Dagegen steigerte sich die Aktivität von sogenannten "anti-aging"-Genen im Gehirn. Diese fördern das Neuronenwachstum und erleichtern das Lernen. Alles in allem lässt sich also sagen, dass Creatin bei Mäusen die Lebenszeit verlängert und gleichzeitig zu besserer Gesundheit im Alter führt. Ob sich diese Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen ist noch nicht abschließend geklärt. Viele Indizien sprechen aber bereits dafür.

 

Muskelschwund und Rehabilitation

Bewegungsmangel, oder gar Bettlägerichkeit, führen bekanntlich schon nach kurzer Zeit zu signifikantem Verlust an Muskelmasse und Muskelkraft. Der anschließende Muskelwiederaufbau ist oft langwierig und mühsam, selbst bei intensiver physiotherapeutische Betreuung. Creatin wird seit kurzer Zeit sehr erfolgreich eingesetzt, die Muskel-Aufbauphase nach längerer Immobilität deutlich zu verkürzen. So wurde z.B. an Hand von Probanten gemessen, dass sich der Durchmesser der Muskelfasern erheblich besser im Vergleich zur Kontrollgruppe entwickelte, wenn Creatin als Nahrungsegänzungmittel zugeführt wurde. Creatin hat somit bereits eine Verwendung außerhalb des sportlichen Bereichs gefunden.

 

Creatin als Hilfsmittel bei neuro-muskulären Krankheiten

Bis heute findet Creatin in der Schulmedizin relativ wenig Anwendung, obwohl viele Befunde der Grundlagenforschung darauf hinweisen, das Patienten mit Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems, der Skelettmuskulatur, des Herzens, oder der Knochen von Creatin profitieren könnten. Ein zentrales Element all dieser Krankheiten ist nämlich, eine gestörte Zellenergetik, die den Energiezustand der Nerven-und/oder Muskelzellen deutlich beeinträchtigen. Die Wiederherstellung der natürlichen Energetik mittels Creatin scheint somit eine logische therapeutische Konsequenz. Creatin kann zwar nicht die zugrundeliegenden neuromuskulären Ursachen heilen, es kann aber zu verbesserter Lebensqualität durch eine verbesserte Zellenrgetik führen. So werden Syptome gelindert und der Verlauf der Krankheiten wird teilweise verlangsamt.

Informationen zu Creatin als Sportnahrung findest du hier.