Warum Glutamin?
Glutamin ist eine nichtessentielle Aminosäure. Nicht essentiell bedeutet, dass der Körper unter normalen Bedingungen genug eigenes Glutamin produziert. „Normale“ Bedingungen schließen aber hohe Belastungen über längere Zeit nicht ein. Und unter „hohen Belastungen“ ist hier keinesfalls nur intensives Training zu verstehen. Nein, auch Verletzungen, Operationen, Vergiftungen etc. gehören dazu.
Glutamin wird zu ca. 60% in der Skelettmuskulatur synthetisiert (hergestellt) und gespeichert. Der Rest befindet sich in Leber, im Gehirn und im Magen. Zusätzlich zur Eigenproduktion wird durchschnittlich von einer Person ca. 5 10 Gramm natürliches Glutamin in Form von Fleisch, Fisch, Bohnen aufgenommen. Die Eigenproduktion und die Aufnahme über die Nahrung zusammen liefern in der Regel immer ausreichend Glutamin um den Bedarf des Körpers zu decken.
Wie bereits erwähnt, reichen die natürlichen Glutamin-Ressourcen in Zeiten von metabolischem Stress nicht aus. Wenn man 5x pro Woche hart trainiert und zusätzlich noch einer normalen Beschäftigung in Form von Arbeit nachgeht, können die Glutamin-Speicher schon mal auf 50-30% des Normalwertes abfallen. Die Symptome kennen die meisten nur zu gut. Man fühlt sich übertrainiert und schlaff.
Gezielte Zufuhr von zusätzlichem Glutamin kann hier helfen, das natürliche Gleichgewicht in den Muskelzellen wieder herzustellen. Die Regenerationsphase verkürzt sich, was sich positiv auf die Trainingsintensität und damit das Muskelwachstum und die Leistungsbereitschaft auswirkt. Mehrere Studien haben belegt, dass Testgruppen von Athleten, die Glutamin zusätzlich zur normalen Nahrung aufgenommen haben, eine messbar kürzere Regenerationszeit hatten als Testgruppen, die ohne Glutamin-Supplementierung auskommen mussten. Des Weiteren wirkte sich Glutamin positiv auf die allgemeine Leistungsbereitschaft und die Kraftentwicklung der Sportler aus.
Ein weiterer Vorteil von Glutamin liegt darin begründet, dass Glutamin-Mangel die Produktion von
sogenannten T-Zellen senkt. T-Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Viren, Bakterien und anderen Keimen im Körper. Glutamin-Mangel in Folge von hartem Training hat also nicht nur negative Auswirkungen auf die Regeneration und das Muskelwachstum, sondern macht den Menschen auch Anfällig gegen Krankheiten und Infektionen. Wer kennt das nicht. Man fühlt sich bereits leicht angeschlagen, möchte aber trotzdem auf ein kurzes Training im Studio oder auf der Laufstecke nicht verzichten. Am nächsten Tag ist alles nur noch schlimmer und man liegt für eine Woche lang flach. Regelmäßige Glutamin-Zufuhr kann hier helfen, solche Zustände gar nicht erst entstehen zu lassen. Der Athlet kann öfter und härter trainieren und kommt so seinen sportlichen Zielen schneller näher.
Über die positive Wirkung für Sportler hinaus wird Glutamin außerdem eine möglicherweise förderliche Wirkung auf die Hirnfunktion und die Glucose Regulation und Glykogenbildung zugeschrieben.
Abschließend sei nochmals gesagt, dass Glutamin eine natürlich vorkommende Substanz ist. Glutamin ist damit nicht nur völlig legal sondern auch absolut risikofrei. Der normale Dosisbereich von Glutamin bewegt sich zwischen 10 – 20 Gramm zusätzlich pro Tag.



